Citrix Machine Creation Services mit Nutanix – Teil 1

Citrix MCS und die Nutanix Acropolis Storage Fabric bilden eine perfekte Kombination zur performanten und einfachen Bereitstellung von virtuellen Desktopinfrastrukturen. In dieser Beitragsreihe erläutern wir die Technik und Funktionalität dahinter.

Citrix MCS, PVS, IMA, FMA – die historische Entwicklung

Seit dem Erscheinen von Citrix XenDesktop 5.0 findet eine gefühlt ewige Debatte der beiden Verfechterfronten für Citrix Provisioning Services und Citrix Machine Creation Services statt. Wer mal auf der Citrix Synergy Hausmesse dem Geek Speek Abend beiwohnen durfte, der weiß: Auch unter angesehenen Citrix Technology Professionals (CTP’s) wird dieses Thema immer wieder recht hitzig debattiert.

Schaut man sich die Verfügbarkeit der beiden Bereitstellungstechnologien PVS und MCS genauer an, so kann man durchaus behaupten, dass MCS – auch hinsichtlich der Adoptionsrate in Projekten – noch so etwas wie der „Newcomer“ ist. Bevor MCS im XenDesktop Release 5.0 im Jahr 2010 Einzug fand, wurde Provisioning Services seit der Übernahme der dahinterliegenden Technologie von der Firma Ardence im Jahre 2006 schon großflächig von Kunden eingesetzt. Dies wurde zu Zeiten, als XenApp-Terminalserver noch gerne physikalisch bereitgestellt wurden, sehr hoch geschätzt, da die Betriebsaufwände für große XenApp-Farmen mittels PVS drastisch reduziert werden konnten. Trotz des natürlichen Wandels und der Leistungssteigerung von Virtualisierungslösungen, die dazu führte, dass es selbstverständlich wurde XenApp/Terminalserver-Lösungen virtuell bereitzustellen, blieb PVS ein „solider Fels in der Brandung“. Aus Betriebssicht handelte es sich schließlich um eine robuste und ausgereifte Technologie – never change a running system.

Wie schon eben erwähnt, hat Citrix mit XenDesktop 5.0 einen Technologiewechsel von der ca. 20 Jahre alten „Independent Management Architecture“ hin zur „Flexible Management Architecture“ vollzogen. Doch die Konsolidierung von XenDesktop – für VDI – und XenApp – für veröffentlichte Desktops und Anwendungen – zu einer gemeinsamen Architektur sollte noch volle drei Releases (5.0, 6.0 und 6.5) andauern. So dass mit dem Release von Citrix XenDesktop 7.0 im Sommer 2013 endlich die Produkte unter einem technologischen Dach vereint wurden und somit auch über zentrale Verwaltungsmechanismen gesteuert werden konnten.

Der Wechsel von IMA zu FMA – einer wesentlich schlankeren, agileren und skalierbareren Architektur – war zwingend notwendig. Denn mit dem steigenden Bedarf im Bereich der virtuellen Desktops würde unter der 20 Jahre alten IMA-Architektur in größeren Projekten relativ schnell die Grenze des Möglichen erreicht werden. Die alte IMA-Architektur war in der Lage, maximal bis zu 1.000 Maschinen innerhalb einer Farm zu verwalten. Im Bereich von XenApp-Terminalservern mag diese Grenze selten erreicht worden sein – im Falle von virtuellen Desktops muten diese Limits wahrlich gar nicht mehr so unrealistisch an.

Der Fokus von XenDesktop 5.0 und FMA hingegen war ausgelegt auf Einfachheit: Die Installation der benötigten Infrastrukturkomponenten wurde modularisiert und radikal vereinfacht. So wurde es endlich möglich, eine Citrix-Umgebung in wenigen Stunden zu implementieren anstatt in Tagen oder Wochen.

Obwohl die Funktionalität der Machine Creation Services mit dem gleichen Credo „einfach, dynamisch, skalierbar“ angetreten war, machte sich in der Realität relativ schnell Ernüchterung breit. Bald wurde in den durchgeführten Implementierungen klar, dass es sich bei MCS nun mal um eine stark storage-lastige Technologie handelt, die erhöhte Anforderungen an die Leistung der zugrunde gelegten Speichersysteme stellt. Im Erscheinungsjahr 2010 konnte man grundsätzlich davon ausgehen, dass beinahe kein Storage-System den Anforderungen gewachsen war und selbst heute – 7 Jahre später – hat man mit so einigen Stolpersteinen bei MCS-Integrationen in Verbindung mit klassischer 3-Tier-Architektur zu kämpfen. Viele MCS-Implementierungsanläufe scheitern meist recht früh an zu schlechter Storage-Performance.

Im zweiten Teil dieser Beitragsreihe betrachten wir die technische Funktionsweise von Machine Creation Services sowie die performante und vereinfachte Bereitstellung mittels der Nutanix Acropolis Distributed Storage Fabric.


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